Expertenmeinung
Ausgezeichnetes Buch, unruhige Börse: Heiko Thieme und Finanzexperte Andreas Scholz diskutieren, warum Anleger gerade jetzt Nerven brauchen. Scholz sieht einen gefährlichen Mix aus hohen US-Zinsen, gewaltigem Kapitalbedarf für KI-Rechenzentren und globaler Verschuldung. Seine zugespitzte These: KI-Agenten könnten künftig selbst Herdenverhalten zeigen und die Stabilität der Finanzmärkte beeinflussen. Thieme bleibt der Antizykliker: Ein Crash komme irgendwann, entscheidend sei aber die Chance danach. Bis Ende des Jahrzehnts hält er einen Rückgang von mindestens 20 % für möglich, bleibt langfristig jedoch optimistisch. Sein Prinzip: nicht den parabolisch gestiegenen Kursen hinterherlaufen, sondern gefallene Qualität suchen. Scholz setzt dabei auf "Pole Pole" - langsam und stetig investieren. Und China? Für Thieme könnte dort bei Chips die nächste große Konkurrenz für die USA entstehen.