Themenhighlight
Teuer ist nicht automatisch unattraktiv, hohe Renditen sind nicht nur ein Risiko: Das sind zwei Kernthesen von Endrit Cela in Folge #319 von börse@home mit Edda Vogt. Cela rechnet auf Sicht von mehreren Jahren mit sinkenden Renditen langlaufender Staatsanleihen: Dauerhaft hohe Refinanzierungskosten seien für schwach wachsende Volkswirtschaften kaum tragbar. Bei Aktien hält er das KGV allein für wenig aussagekräftig. Erst zusammen mit dem erwarteten Gewinnwachstum zeige sich, ob ein Markt teuer ist. Deshalb zieht er den S&P 500 trotz seiner höheren Bewertung anderen Indizes vor, während der Hang Seng für ihn günstig bewertet ist. Im Energiesektor sieht Cela nach der starken Rallye nur noch begrenztes Potenzial, sofern die Geopolitik nicht erneut eskaliert. In Europa achtet er auf international erzielte Umsätze, Preissetzungsmacht und solide Geschäftsmodelle. Deutsche Mid Caps bieten Chancen, doch Liquidität gehört zur Renditerechnung: Was nützt ein guter Kurs, wenn sich eine Position im Ernstfall kaum verkaufen lässt? Eine Cashquote von 4 bis 5 % hält er kurzfristig für gesund. Langfristig bleibt seine klare Botschaft: Für den Vermögensaufbau führt kein Weg an Aktien vorbei.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 918422 | NVIDIA Corp. | US67066G1040 |