Vorstandsinterview
Aperam zeigt sich widerstandsfähig wie Stahl. "Ich freue mich sehr, dass wir trotz schwacher Stahlnachfrage das beste Quartal erreichen konnten." sagt CEO Sud Sivaji auf den Hambuger-Investoren-Tagen. Nur 25 % des Ergebnisbeitrags stammen aus Europas Edelstahlgeschäft. Speziallegierungen, Recycling, Rohstoffe und Distribution liefern bereits den größeren Anteil. Aperam produziert CO2-neutrale Holzkohle und recycelt Sonderlegierungen für die Luftfahrt. Sud Sivaji sieht deshalb Stabilität und Neubewertungspotenzial. "Grundsätzlich liegen die Früchte dieser Transformation in drei Hebeln." Erstens besitzen die neuen Geschäfte höhere Bewertungsmultiplikatoren. Zweitens sollen sie den Ergebnisbeitrag bis 2028 deutlich erhöhen. Drittens bietet eine Erholung des Edelstahlzyklus zusätzliches Potenzial. Die Nettoschulden liegen bei 993 Mio. Euro. Rund die Hälfte entfällt auf Working Capital und Handelsverbindlichkeiten. Bis Ende 2028 soll die Quote auf einmal EBITDA fallen. "Dividenden beibehalten, Wachstum sichern und Schulden senken."
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| A1H5UL | APERAM | LU0569974404 |