Themenhighlight
"Die Frage ist, ob diese intensive Begeisterung über die Künstliche Intelligenz an den Börsen korrekt gepreist werden kann", so Assetmanager Bastian Bosse (BRW Finanz AG), der aber sofort Entwarnung gibt: "Auf lange Sicht gesehen ist Börse bei diesem Kapitalverteilungsmechanismus extrem effizient." Als Negativbeispiel nennt Bosse die große Übertreibung um die Jahrtausendwende, die als wenig nachhaltig in unschöner Erinnerung geblieben ist. "Im Einkauf liegt der Gewinn." Gier und Angst bringen das Schiff der hitzigen Anleger zum Schaukeln. "Die Börse ist selten gut darin, etwas kurzfristig richtig einzuschätzen." Bosse unterscheidet zwischen Wertseite ("KI ist gekommen, um zu bleiben") und Preisseite - "bei letzterer steuern wir auf einen Hype zu". Beide Seiten stehen derzeit in keinem "sinnvollen Verhältnis" zueinander. (Vermeintliche) KI-Experten wie zum Beispiel OpenAI-CEO Sam Altman helfen den Anlegern in diesem Widerstreit "zu exakt Null Prozent", so Bosse. Das Hirn, den Verstand einschalten, rät er, und dabei die KI in der Entscheidungsfindung besser nicht als "Wahrscheinlichkeitstool" nutzen.