Vorstandsinterview
Der Börsengang von Andritz war kein Spaziergang, sondern ein Kraftakt: Erst platzte die Dotcom-Blase - dann wurde der erste Anlauf im Herbst 2000 abgebrochen. CEO Dr. Joachim Schönbeck: "Es war schon auf Kante genäht. Einen kleinen Maschinenbauer aus Graz wollte damals nicht jeder auf der Agenda haben!" Doch Andritz blieb dran und startete im Juni 2001 den zweiten Anlauf. Mit Erfolg. Und genau dieser Schritt wurde zum Startschuss einer neuen Andritz-Ära. Mit dem Kapital aus dem Börsengang finanzierte der Konzern den zweiten Teil der Ahlstrom-Akquisition und baute aus dem früheren Lizenzmaschinenbauer einen globalen Technologiekonzern. Seit dem IPO hat Andritz den Umsatz verachtfacht, die Belegschaft auf rund 30.000 Mitarbeitende versiebenfacht und das Ergebnis versechzehnfacht. Für Aktionäre summiert sich der Total Shareholder Return laut Schönbeck auf über 6.000 %. Heute liefert Andritz Technologien für das nächste Kapitel: Wasserkraft, Biomasse, grüner Wasserstoff, Elektrobleche und Batterietechnik. Kurz: Aus Börsenkater wurde Industrie-Kraftstoff.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 632305 | ANDRITZ AG | AT0000730007 |