Expertenmeinung
Keine Frage: Die Stadt Fürth steht besser da als die "Kleeblättler". Kommunalpolitik, so der langjährige Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, hat aber weniger mit Glück zu tun, als mit vorausschauendem Gestaltungswillen. "Die meisten Kommunen haben ein Ausgabenproblem. Trotzdem kann die Bundespolitik viel von der Kommunalpolitik lernen. Nämlich dass es nichts nützt, die Probleme schön zu reden." Jung wünscht sich weniger Egoismus und mehr Kompromissbereitschaft - auch von seinen Bürgerinnen und Bürgern. Seit 2010 wird massiv und maßvoll eingespart: "Es waren gute Jahre. Wir konnten nicht nur Schulden abbauen, sondern wir haben auch Rücklagen schaffen können. Aktuell etwa 150 Millionen. Klingt super. Aber seit 2026 müssen wir wieder Rücklagen entnehmen." Auf der Zukunftsagenda der "überschaubaren Großstadt" stehen Digitalisierung, Elektromobilität, die Entwicklung von Gewerbeflächen, Wohnungsbau und Investitionen in Kinder. Bei diesen Themen holt sich der SPD-Politiker sogar Anregungen aus der chinesischen Metropole Shenzhen.