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Kein Doomsday Scrolling, aber Christian Röhl von Scalable Capital warnt auf dem Börsentag in Wien dennoch eindringlich angesichts der geopolitischen Disruption: "Vielleicht sind die Börsen inzwischen etwas fehlkonditioniert, weil sie ein bisschen überentspannt sind." Für Anleger bedeutet dies, dass sie sich davor hüten sollten, in der "Hektik des Augenblicks" ihre Strategie zu definieren. Die Zweitrundeneffekte immer im Hinterkopf behalten: "Die Inflation frisst sich durch die gesamte Wirtschaft." Vor dem Hintergrund der Diversifikation sind auch die Stabilität des Goldpreises und die Entwicklungen im Bitcoin-Markt interessant. "Kryptos sind für mich eine Assetklasse in der Entstehung. Ein Experiment, das ich agnostisch verfolge." Nicht alles ist also erleuchtet. Bei KI muss man abwarten, wie lange der Hype andauert, und ob sich nicht bald schon die Angst, obsolet zu werden ("Fear of becoming obsolete"), in der Wirtschaft bemerkbar macht. "Viele Geschäftsmodelle werden disruptiert", so Röhl.