Kursindikationen von der Deutschen Bank in Zusammenarbeit mit boerse-social.com

Wie funktioniert die digitale Signatur?

Ein Gastbeitrag von Michael Seipelt

Die Zeiten, in denen ein Schriftstück zwingend eine eigenhändige Unterschrift aufweisen musste, um Rechtsgültigkeit zu erlangen, sind vorbei. Heute können zahlreiche Dokumente, Verträge und Schriftstücke mittels einer eSignatur „unterschrieben“ werden. Die eSignatur erfüllt dabei alle Anforderungen des Gesetzgebers an die Rechtswirksamkeit.

Keine Regel ohne Ausnahmen: Notarielle Beurkundungen, Schuldscheine, Bürgschaftsurkunden, sowie Arbeitnehmerüberlassungsverträge, befristete Arbeitsverträge und Kündigungschreiben müssen händisch Unterschrieben sein.

Damit ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten eine eSignatur im betrieblichen Arbeitsablauf sowohl intern als auch extern einzusetzten. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Heute muss kein Schriftstück eine lange Reise durch den Betrieb antreten um von jedem Mitarbeiter, der in den Arbeitsprozess eingebunden ist, abgezeichnet zu werden. Die eSignatur vereinfacht und beschleunigt diesen Prozess deutlich. Ähnlich verhält es sich in der Geschäftsbeziehung mit Kunden, Kaufverträge zum Beispiel können mittels einer eSignatur rechtskräftig abgeschlossen werden. Dem „Ja“ zum Geschäft folgt sehr zeitnah die Willensbekundung durch die „digitale Unterschrift“ in Form einer eSignatur. Ein zeitaufwendiger Versand per Post ist nicht mehr nötig. Insbesondere bei grenzüberschreitenden Geschäften entfaltet die eSignatur ihren Vorteil, wenn zum Beispiel ein Expat den Mietvertrag im Zielland mittels digitaler Unterschrift abschließen kann.

Besitzt die elektronische Signatur in Deutschland Rechtswirkung?
Das ist in der eIDAS-Verordnung geregelt.

In der eIDAS-Verordnung werden die Regeln für die Verwendung und rechtliche Anerkennung der elektronischen Signaturverfahren der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union festgelegt, erklärt der Dienstanbieter für eSignaturen yousign. Vertrauensdiensteanbieter haben diese Verordnung einzuhalten.

Die Europäische Kommission ermittelt die zertifizierten und auf dem gesammten Hoheitsgebiet der Europäischen Union anerkannten Vertrauensdiensteanbieter und listet diese nach Ländern auf.

In der eIDAS-Verordnung ist auch der Grundsatz der Nichtdiskriminierung festgeschrieben. Dies bedeutet, dass Unterschriften nicht allein deshalb die Zulässigkeit abgesprochen werden darf, weil sie in elektronischer Form vorliegen. In der Europäischen Union verfügt somit jede elektronische Signatur über Beweiskraft, so yousign zur eIDAS-Verordnung weiter.

Bei yousign lässt sich die digitale Unterschrift 14 Tage auf Herz und Nieren testen. Ob sich die eSignatur für das eigene Geschäft eignet oder nicht kann so risikolos überprüft werden. Yousign ist übringens in der allgemeinen Liste der Vertrauensdiensteanbieter der Europäischen Kommission eingetragen.

Inhalt des Gastbeitrages wird von BRN AG nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der BRN-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von BRN AG ausdrücklich ausgeschlossen!