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Deutsche Firmen lehnen noch immer Bitcoin ab

Ein Gastbeitrag von Lokesh Lasariya / Ocm Technology

Wer kennt nicht Bitcoin? Die Kryptowährung hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, sich einen reputablen Namen innerhalb der Trading-Szene zu machen. Nicht zuletzt auch durch den riesigen Trendanstieg im Jahr 2017 bzw. 2018, wo der Kurswert weit über 10.000 $ gekommen ist.

Bitcoin als Anlage zum Traden ist somit immer beliebter geworden. Spätestens seit diesem Trend hat sich das Transaktionsvolumen von Bitcoin stets gesteigert und heute handeln mehr mit der Kryptowährung als je zuvor. Auch in manchen Online-Shops und Geschäften in Europa hat sich Kryptowährung mittlerweile als Zahlung etabliert und wird somit auch offiziell gesehen immer wichtiger. Wenn Sie mehr über aktuelle Informationen und Entwicklungen von Bitcoin sehen wollen, können Sie dies auf BitcoinMag.de lesen. Dort erfahren Sie alles Nützliche über Bitcoin & Co.

Trotzdem gibt es aber noch immer viele Firmen, die die Verwendung von Bitcoin & Co. ablehnen. Vor allem deutsche Firmen zweifeln noch immer an Kryptowährungen. Aber warum? Dies erfahren Sie hier in diesem Artikel.

Situation in Deutschland

Wozu man am Anfang aber gleich dazu sagen muss, dass die offizielle Situation für Kryptowährungen immer besser wird. Deutschland hat zuletzt Bitcoin als offizielles Finanzinstrument anerkannt. Dies gaben die neuesten Richtlinien der BaFin bekannt. In dieser Regulierung wurde der Status von Bitcoin und anderen Kryptowährungen näher erläutert und somit auch die Anwendungen für unternehmerische Tätigkeiten.

Trotzdem bleibt die Integrierung bei deutschen Firmen noch immer aus. Dies wurde in einem kürzlich veröffentlichten Dokument bestätigt. Im Zuge dieses Dokuments wurde eine Umfrage durchgeführt, welche sich an die CFOs (Finanzvorstände) von deutschen Aktienfirmen richtete. In der Umfrage mussten diese einen Fragebogen ausfüllen, welcher sich damit beschäftigte, ob Unternehmen Kryptowährungen einbinden würden bzw. welche Meinung sie über Bitcoin & Co. haben würden.

Das Ergebnis hat ziemlich eindeutig gezeigt, dass es noch immer eine sehr negative Haltung gegenüber der Währung gibt. Denn während nur 10% angaben, dass sie die Verwendung von Bitcoin in Erwägung ziehen, hat noch keine der Firmen wirklich in Bitcoin investiert.

Dies mag vielleicht daran liegen, dass die Firmen einige Schwächen in Bitcoin sehen bzw. den Marktanteil als zu klein einschätzen. 65% der Befragten gaben an, dass der Einfluss von Kryptowährungen auf die eigene Branche nur mittelmäßig ist, niemand schätzte den Einfluss als hoch ein. Zudem wird die Nutzerfreundlichkeit von der Hälfte als schwach empfunden, ebenso wie ein Vorteil, wenn die Währung eingebunden wird.

Nachteile von Bitcoin

Es wird also zu Beginn gleich klar, dass deutsche Firmen noch immer an der Effektivität von Bitcoin und anderen Kryptowährungen zweifeln. Im Zuge der Umfrage wurde dies noch genau hinterfragt. Die Firmen mussten somit beantworten, welche Barrieren es ihrer Meinung nach gibt, die die Adaption von Bitcoin verhindern.

Als wichtigsten Grund haben sie hier die die Unsicherheit der Regulierung angegeben. Zu der Zeit der Umfrage war der Status und die gesetzliche Regelung von Bitcoin zumindest in Deutschland noch solide ausgedrückt „schwammig“. Es war unklar und deshalb für professionelle Firmen nicht von Interesse, zumindest für stolze 87% der Befragten.

Ein weiterer Grund ist die hohe Volatilität von Bitcoin, vor allem durch die schnellen und rasanten Kursentwicklungen der Währung. Deshalb ist der Wert der Währung immer unterschiedlich und stellt somit für Unternehmen ein ungewolltes Risiko dar. Unternehmen können ihren Firmenwert nicht ständig anpassen wegen einer Währung, die jeden Monat einen anderen Kurswert verzeichnet. 84% der Befragten wollen dieses Risiko nicht eingehen für ihre Firma.

Was auch zu dem nächsten Punkt führt, dem negativen Image. Bitcoin ist aus Sicht der Unternehmen sehr vielschichtig und zeigt sowohl positive als auch negative Seiten, vor allem wegen mancher krimineller Aktivität. Auch die hohe technologische Komplexität der Währung wurde kritisiert und machte es den Firmen schwer, die Währung gut zu integrieren.

Vorteile von Bitcoin

Dazu muss man aber auch sagen, dass die Währung auch einige Vorteile bietet, welche eine Adaptierung begünstigen würde. Zumindest 58% gaben an, dass die geringen Transaktionskosten sehr effizient für Firmen wären und somit eine Einbindung viele Kosten senken könnten. Auch die Tatsache, dass keine Zwischenhändler geschaltet werden, macht es den Firmen einfacher, direkt zu handeln und Geld zu sparen.

Gerade auch für private Investoren ist daher Bitcoin eine sehr interessante Alternative. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, welche Anlagen zurzeit am besten sind, können Sie dies hier nachlesen.

Was aber für deutsche Firmen vor allem interessant ist, ist die Technologie hinter Bitcoin. Die sogenannte Blockchain Technologie bietet für Firmen viele Vorteile und technologische Fortschritte, wie etwa die Anwendbarkeit von „Smart Contracts“. Dies sind Verträge, welche bei Online-Transaktionen in den Code eingebettet werden und somit die AGBs verteilt sind in einem großen internationalen Netzwerk.

Fazit

Abschließend lässt sich also sagen, dass gerade Bitcoin noch einige Änderungen durchlaufen wird. Und obwohl das Image noch teilweise negativ ist aus Sicht der deutschen Finanzunternehmen, wird es sich auch durch die ständig erneuerten Regulierungen und der höheren Aufmerksamkeit immer wieder verbessern. Es lässt sich also nur abwarten, wie sich die Situation in den nächsten Jahren verbessert.

Gerade 2021 und 2022 sollen ja für die Börse ein Allzeithoch sein, das gilt für alle Aktien sowie auch Bitcoin. Hier können Sie mehr darüber lesen und erfahren.

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