Kursindikationen von der Deutschen Bank in Zusammenarbeit mit boerse-social.com

Bitcoin Kurs in Richtung 100.000 USD?

Ein Gastbeitrag von Martin Schwarz

Hände mit BitCoin

Ein Bitcoin-Modell, das seit wenigen Tagen auf Twitter kursiert, zeigt, dass sich der Fokus vom Angebot wegbewegt und mehr in Richtung Nachfrage geht. Wenn diese Analyse stimmt, dann wird in absehbarer Zeit ein enormer Preisanstieg beobachtet werden können.

Folgt nun der langersehnte Rückenwind für den nächsten Höhenflug? Schlussendlich befindet sich der Bitcoin seit Wochen in einer Seitwärtsbewegung - vom Bitcoin Halving, das Anfang Mai stattgefunden hat und den nächsten Höhenflug hätte auslösen sollen, war bislang wenig zu spüren.

Doch die Bitcoin-Fans wissen: Wer sein Geld in die Mutter aller Kryptowährungen investiert, der braucht nicht nur starke Nerven, sondern letztlich auch etwas Geduld.

Folgt nun der Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung?

Das auf Twitter zu findende Bitcoin-Modell, das von „PlanB“ hochgeladen wurde, deutet eine ganz klare Korrelation zwischen dem Preis der Kryptowährung und dem Knappheitsgrad an. Laut dem Modell wäre es möglich, dass der Preis des Bitcoin „in Kürze“ auf über 55.000 US Dollar klettern könnte - mitunter sei sogar in den nächsten zwei Jahren ein Preisanstieg auf 100.000 US Dollar möglich.

Jedoch gibt es auch kritische Stimmen, die dieses Stock to Flow-Modell als unrichtig bewerten. Denn die Kritiker erkennen einen viel zu schnellen Preisanstieg - vor allem, weil der Fokus ausschließlich auf die Angebotsseite gerichtet wurde. Die Nachfrage ist bei diesem Modell, so die Kritiker, kaum bis gar nicht miteinbezogen worden.

Auf dem Twitter-Profil des Nutzers „Croesus“, er gehört zu den bekanntesten Bitcoin Analysten, gibt es seit dem 11. Juni ein Modell, das sich auf die Nachfrage der Kryptowährungen konzentriert - also wird hier das genaue Gegenteil des Modells verfolgt, das von „PlanB“ hochgeladen wurde. Dabei rückt der Twitter-Nutzer „Croesus“ die Vorstellung der Adoptionsverteilung in den Vordergrund und ordnet die aktuelle Nachfrage der entsprechenden Phase zu. So gab „Croesus“ auf seinem Twitter-Profil bekannt, er würde mithilfe der aktuellen Marktdurchdringung von rund 10 Millionen Anlegern, die in Bitcoin investiert haben, und dem adressierbaren Markt, das sind um die 2,2 Milliarden Menschen, auf ein Vermögen kommen, das bei mindestens 10.000 US Dollar liegt. „Croesus“ hat den Prozentsatz der Menschen, die in der Theorie in den Bitcoin investieren könnten, auf rund 0,5 Prozent geschätzt. Das heißt, die Kryptowährung würde sich tatsächlich erst am Anfang des sogenannten Produktlebezyklus befinden.

Symbolbild BitCoin

Es fehlt an Präzision

Von „Croesus“ wird weiter aufgezeigt, dass die Adoptionskurven der neuen Technologien exponentiell verlaufen. Zudem würden diese immer schneller in die Höhe klettern. Eine Beobachtung, die auch auf den Bitcoin angewandt werden kann. Doch laut einem Bitcoin-Portal mag es hier im Vergleich zu den sozialen Netzwerken einen wesentlich langsameren Verlauf geben - jedoch heißt das nicht, dass dieser weniger exponentiell sein würde. Bestätigen sich die Annahmen des Twitter-Nutzers „Croesus“, so wird die Nachfrage und somit die Zahl der Bitcoin-Nutzer zunehmen, während die Zahl der geschürften Bitcoins abnehmen wird. Kommt es zu einer Verknappung, so ist der Preisanstieg somit vorprogrammiert.

Jedoch wird am Ende der Analyse von „Croesus“ darauf hingewiesen, dass die Überlegungen nicht unbedingt zu 100 Prozent präzise sein würden - letztlich verfolgt er nur die Absicht, wie man eine Übertragung auf die Adoptionskurve mit einem Anstieg im Bereich des 10-fachen der angepassten Knappheit in der dafür passenden Vergütungsära verdeutlichen könnte. Somit liegt er mit seinem Ergebnis im Bereich desselben Ergebnisses wie „PlanB“. Jedoch gibt es noch einen weiteren Unterschied: „Croesus“ hat auf ein prognostiziertes Preisfenster verzichtet.

Kurshistorie erinnert an eine Achterbahnfahrt

Wer schon einmal über Bitcoin Code mit der Kryptowährung zu tun hatte, der weiß, dass es immer wieder steil nach oben wie nach unten gehen kann. Lag der Bitcoin noch im Jahr 2016 bei rund 400 US Dollar, so folgte Anfang 2017 der Sprung über die 1.000 US Dollar-Grenze. Zwölf Monate später, also im Dezember desselben Jahres, kratzte der Bitcoin an der 20.000 US Dollar-Hürde - jedoch folgte kurz darauf der Absturz in Richtung 10.000 US Dollar. Ende 2018 befand sich der Bitcoin bei 3.000 US Dollar.

Heute (Mitte Juli 2020) liegt der Bitcoin bei 9.200 US Dollar - Tendenz steigend.

Über den Autor

Martin Schwarz
MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.


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